Am 14. Dezember 2017 von Gerald Wagner

ERGÄNZENDE UNABHÄNGIGE TEILHABEBERATUNG (EUTB) AB JANUAR 2018

LOGO_EUTB

Jetzt ist es amtlich: Ab dem 1. Januar 2018 bietet die LAGS Bremen eine Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) gemäß Bundesteilhabegesetz an.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördert mit dem Bundesteilhabegesetz für die Dauer von bis zu fünf Jahren Beratungsangebote, die nur den Ratsuchenden gegenüber verpflichtet sind und unter Nutzung der Beratungsmethode „Peer Counseling“ (Betroffene beraten Betroffene) zur Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten beitragen. Mit den Fördermitteln werden Beratungsangebote unterstützt, die ratsuchenden behinderten Menschen und ihren Angehörigen zur Verfügung stehen – kompetent, unentgeltlich, neutral und objektiv. Die neue Teilhabeberatung soll insbesondere im Vorfeld der Beantragung von konkreten Leistungen Information und Orientierung geben, vor allem zu individuellen Teilhabemöglichkeiten und -leistungen sowie zum Teilhabeprozess und Verfahrensablauf. Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung erfüllt damit eine Wegweiserfunktion im gegliederten System und tritt neben die gesetzlichen Beratungspflichten der Rehabilitationsträger und ergänzt diese.

Somit ist ab Anfang 2018 das Büro der LAGS in der Regel von 09:00 bis 16:30 Uhr telefonisch erreichbar. Für persönliche Beratung vereinbaren Sie bitte einen Termin. Ihr Ansprechpartner ist Gerald Wagner. Nähere Informationen erhalten Sie gern unter 0421/38777-14 und INFO@LAGS-BREMEN.DE.


Am 14. Dezember 2017 von Gerald Wagner

Frohe Weihnachten und einen schönen Jahreswechsel!

Die LAGS Bremen bedankt sich bei allen sehr herzlich für die vertrauensvolle und angenehme Zusammenarbeit, für das engagierte Miteinander bei unseren Aktivitäten und Initiativen und für die vielfältige Unterstützung im ausklingenden Jahr 2017!

Wir wünschen frohe Weihnachtstage und viel Glück, Gesundheit und Erfolg im neuen Jahr 2018!

 

Engel Weihnachten 2017


Am 14. Dezember 2017 von Gerald Wagner

Info-Dienst 4/2017

Zum Jahresende hat die LAGS Bremen ihren 4. Info-Dienst für das Jahr 2017 veröffentlicht. Darin geben wir eine erste Information über die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) in der LAGS ab Januar 2018. Weiterhin ist ein Zusammenfassung des 23. Bremer Behindertenparlaments vom 28. November 2017 enthalten – eine ausführliche Dokumentation wird es im Verlauf des ersten Quartals 2018 geben. Der Info-Dienst wird in diesen Tagen per Post und E-Mail versendet. Den Infodienst-2017-4 haben wir auch auf der entsprechenden Seite hier auf unserer Homepage veröffentlicht. Viel Spaß bei der Lektüre.


Am 28. November 2017 von Gerald Wagner

Lebhafte Diskussionen im 23. Bremer Behindertenparlament

Rund 250 Abgeordnete und Gäste nahmen in diesem Jahr am bereits 23. Bremer Behindertenparlament teil. Präsident des Behindertenparlaments war in diesem Jahr Uwe Lange, scheidender Werkstattrat der Werkstatt Bremen. Unterstützt wurde er von Martina Dammaschke (Elbe-Weser-Werkstätten) und Florian Grams. Im Anschluss an die einleitende Rede von Uwe Lange begrüßte der Präsident der Bremischen Bürgerschaft, Christian Weber, als “Hausherr” die Anwesenden und nahm in seiner Ansprache auch bereits inhaltlich zu einigen vorliegenden Anträgen Stellung.

20171128_101109(0)  20171128_101248

Der nächste Tagesordnungspunkt stellte eine Neuerung dar, denn es ging in diesem Jahr um ein Schwerpunktthema: “Bessere Gesundheitsförderung für Menschen mit Behinderung in Bremen und Bremerhaven”.  Hierzu sprachen der Staatsrat für Gesundheit, Gerd-Rüdiger Kück, der Behindertenbeauftragte des Landes Bremen, Dr. Joachim Steinbrück, Dr. Burkhard Mehl als Experte für das Medizinische Zentrum für Erwachsene mit geistiger und/oder mehrfacher Behinderung, die Präsidentin der Ärztekammer Bremen, Dr. Heidrun Gitter und der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen, Dr. Jörg Hermann. Vier von insgesamt zehn Beschlussvorschlägen wurden zu diesem Schwerpunktthema noch vor der Pause diskutiert und – teilweise mit Änderungen – mehrheitlich beschlossen.

 

DSC_2546_1 DSC_2572_1 DSC_2612_1 DSC_2614_1

Ein emotionaler Höhepunkt vor der Pause war ein spontaner Redebeitrag  von Sozialsenatorin Anja Stahmann, die mit sehr herzlichen Worten Uwe Lange verabschiedete, der  als langjähriger Werkstattrat der Werkstatt Bremen jetzt in den Ruhestand gegangen ist. Dem herzlichen “Dankeschön” der Senatorin schlossen sich die Abgeordneten und Gäste des 23. Bremer Behindertenparlamentes mit einem langen und heftigen Applaus an.

20171128_123432

Unmittelbar nach der Mittagspause gab es eine spannende und inhaltlich kontroverse Diskussion über den Beschlussvorschlag einer Klasse des Schulzentrums Neustadt auf Umbenennung des Schwerbehindertenausweises in “Teilhabepass”. Die Schüler fühlen sich durch die Bezeichnung “schwerbehindert” diskriminiert. Dagegen standen Argumente, unter anderem vom frühreren Sozialstaatsrat Horst Frehe, dass eine Umbenennung nur Erklärungsbedarf hervorrufen würde, warum eine Person denn einen besonderen Teilhabepass brauche. Bei dem alten Begriff sei klar, worum es geht, und es sei gut, sich als Mensch mit Behinderung nicht zu verstecken. Nach einer längeren und heftigen aber sachlichen Diskussion gab es eine knappe Mehrheit für den Antrag auf Umbenennung. Die eigentliche Entscheidung fällt aber auf dem Weg der Bundesgesetzgebung. Hier ist noch nicht abzusehen, welche Entscheidung es geben wird.

20171128_130815 20171128_130911

 

Ausbau der “Peer”-Beratung, das “Wahlrecht für alle, die Forderung nach mehr bezahlbarem barrierefreiem Wohnraum und bessere Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen im allgemeinen Arbeitsmarkt  wurden im weiteren Verlauf beschlossen. Ein umfangreicher und sehr komplexer Antrag auf verbesserte Zustände in der stationären Psychiatrie wurde nach einer spannenden Diskussion erst einmal zurück gestellt. Der AK Bremer Protest wird sich mit diesem Thema weiter in geeigneter Weise befassen.

20171128_114848(0) 20171128_115509 20171128_115600(0) 20171128_120913 

Gegen 14:30 Uhr schloss dann Parlamentspräsident Uwe Lange diese sehr interessante Sitzung – bis zum 26. Bremer Protesttag im Mai und zum 24. Behindertenparlament Ende 2018.

Herzlichen Dank an alle, die diese gelungene Veranstaltung wieder möglich gemacht und unterstützt haben – ganz besonderer Dank an “Aktion Mensch” für die finanzielle Förderung!

 


Am 27. November 2017 von Gerald Wagner

Pressekonferenz zum 23. Bremer Behindertenparlament

Jetzt ist es soweit: Am Vortag des 23. Bremer Behindertenparlamentes stellten LAGS-Vorsitzender Dieter Stegmann und Mitwirkende im Arbeitskreis Bremer Protest gegen die Diskriminierung behinderter Menschen die Tagesordnung und die Beschlussvorlagen für die Parlamentssitzung vor. Die Sitzung findet am morgigen Dienstag, 28.11.2017, von 10.00 bis 14.00 Uhr im Haus der Bremischen Bürgerschaft statt. Der Präsident des 23. Bremer Behindertenparlamentes ist Uwe Lange (Werkstattrat der Werkstatt Bremen).

20171127_110856[1]

Am Vormittag steht das Thema “Gesundheitsversorgung für Menschen mit Behinderung in Bremen und Bremerhaven verbessern” auf der Tagesordnung. Dazu sind der Staatsrat für Gesundheit, Gerd-Rüdiger Kück, die Präsidentin der Ärztekammer Bremen, Frau Dr. Heidrun Gitter, der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen, Dr. Jörg Hermann und Dr. Burkhard Mehl als Experte für das in Planung befindliche Medizinische Zentrum für Erwachsene mit mehrfacher und/oder geistiger Behinderung eingeladen. Zu diesem Thema wird auch der Behindertenbeauftragte für Bremen und Bremerhaven, Dr. Joachim Steinbrück, sprechen.

20171127_110825[1]

Dieter Stegmann und Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen, die morgen für die Parlamentssitzung Beschlussvorlagen eingereicht haben, stellten die Anträge vor. So liegen vier Anträge zum Schwerpunktthema vor, unter anderem zu Beipackzetteln in Leichter Sprache und zur Gleichbehandlung von Menschen mit psychosozialen Gesundheitsproblemen. Nach der Mittagspause werden weitere Anträge beraten. So stellten Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Neustadt ihren Antrag vor, den “Schwerbehindertenausweis” in “Teilhabepass” umzubenennen. Beschlussvorlagen zu den Themen “Bezahlbarer barrierefreier Wohnraum”, mehr Beratung VON Betroffenen FÜR Betroffene (“Peer”-Arbeit), “Wahlrecht für Alle” und zur Situation von Menschen mit Psychiatrieerfahrung stehen ebenfalls auf der Tagesordnung.

20171127_110803[1]

Alle Beschlussvorlagen finden Sie hier:

Tagesordnung Behindertenparlament am 28 November 2017
23-01 Beschlussvorschlag Belange Behinderter im Gesundheitswesen berücksichtigen
23-02 Beschlussvorschlag Hilfsmittel
23-03 Beschlussvorschlag-Beipackzettel-bitte verständlich
23-04 Beschlussvorschlag EXPA- Inklusion von Menschen mit psychosozialen Gesundheitsproblemen
23-05 Schwerbehindertenausweis umbenennen
23-06 Beschlussvorschlag Peer Counseling
23-07 Beschlussvorschlag Wahlrecht für Alle
23-08 Bezahlbarer Wohnraum
23-09 Beschlussvorschlag Psychiatriekritische Gruppe – Arbeitsmöglichkeiten
23-10 Beschlussvorschlag Psychiatriekritische Gruppe – Zustände in der Psychiatrie

 


Am 11. November 2017 von Gerald Wagner

Tagesordnung und Beschlussvorlagen für das 23. Bremer Behindertenparlament

Wie auch auf dieser Homepage bereits angekündigt, findet am 28.11.2017 das inzwischen 23. Bremer Behindertenparlament statt.

Bevor einige konkrete Informationen zum diesjährigen Behindertenparlament folgen, hier der Hinweis auf einen Link zur Seite des Behindertenbeauftragten des Landes Bremen, auf der in Leichter Sprache erläutert ist, worum es grundsätzlich beim Behindertenparlament geht:

http://www.behindertenbeauftragter.bremen.de/oeffentlichkeit/tagungen_und_veranstaltungen/behindertenparlament/behindertenparlament_in_leichte_sprache-11460

Für das 23. Bremer Behindertenparlament im Haus der Bremischen Bürgerschaft ist folgender Ablauf geplant:

  1. Begrüßung durch Uwe Lange, Präsident des 23. Bremer Behindertenparlaments
  2. Grußwort von Christian Weber, Präsident der Bremischen Bürgerschaft
  3. Referate, Diskussionen und Beschlüsse zum Thema ” Gesundheitsförderung für Menschen mit Behinderung in Bremen und Bremerhaven verbessern

Dazu sind eingeladen:

  • Gerd-Rüdiger Kück, Staatsrat für Gesundheit
  • Dr. Joachim Steinbrück, Landesbehindertenbeauftragter
  • Dr. Burkhard Mehl zum Medizinischen Zentrum für Erwachsene mit geistiger/und oder mehrfacher Behinderung (MZEB)
  • Dr. med. Jörg Hermann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen
  • Dr. Heidrun Gitter, Präsidentin der Ärztekammer Bremen

Dazu liegen folgende Beschlussvorlagen vor:

BV 1:                Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv – Menschen mit Beeinträchtigungen in der SPD–Landesorganisation Bremen
Thema:            Belange behinderter Menschen verstärkt in die Aus-, Fort- und Weiterbildung im Gesundheitswesen aufnehmen
Redner:           Abgeordneter Udo Schmidt

BV 2:                Fraktion der Elbe-Weser-Werkstätten Bremerhaven
Thema:            Bearbeitungsfristen für Anträge auf Hilfsmittelfinanzierung bundeseinheitlich gesetzlich regeln
Rednerin:        Abgeordneter Heiko Blohm

BV 3:                Fraktion der Elbe-Weser-Werkstätten Bremerhaven
Thema:            Medikamentenbeipackzettel – bitte verständlich!
Redner:           Abgeordneter Marcel Wölk

BV 4:              Fraktion EXPA – Menschen mit psychosozialen Gesundheitsproblemen
Thema:            Inklusion für Menschen mit psychosozialen Gesundheitsproblemen verbessern
Rednerin:        Abgeordnete Heike Oldenburg

Pause

4. Weitere Beschlussvorschläge der Behindertenparlamentarier

BV 5:               Fraktion „Werkstufe Schulzentrum Neustadt“ u. „WIR sind die Aktiven…“
Thema:            „Schwerbehindertenausweis“ in „Teilhabepass“ umbenennen
Redner:           Abgeordneter N. N.

BV 6:                Fraktion AG Selbstbestimmte Behindertenpolitik der LINKEN Bremen und Interessengemeinschaft Schwerbehinderte im DGB Bremen
Thema:            Einrichtung von Programmen zur trägerunabhängigen Peer-Arbeit
Redner:           Abgeordneter Florian Grams

BV 7:                Fraktion Interessengemeinschaft Schwerbehinderte im DGB Bremen
Thema:            Wahlrecht für Alle!
Redner:           Abgeordnete Petra Gresser

BV 8:                Fraktion der Werkstattbeschäftigten Bremen
Thema:            Bezahlbarer behindertengerechter Wohnraum
Rednerin:        Abgeordnete Saskia Hoppert

BV 9:                Fraktion Psychiatriekritische Gruppe Bremen
Thema:            Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung
Rednerin:        Abgeordneter Jürgen Karwath

BV 10:              Fraktion Psychiatriekritische Gruppe Bremen
Thema:             Zustände in der stationären Psychiatrie
Rednerin:        Abgeordneter Jürgen Karwath

 

         5. „Aktuelle Stunde“ der Behindertenparlamentarier

In der „Aktuellen Stunde“ werden verschiedene Beiträge, Aussagen und Fragen zu den Themen auftauchen, die behinderten Menschen unter den Nägeln brennen – frei nach dem Motto:

„Was wir den Politikern heute sonst noch zu sagen haben“

 

  1. Schlusswort des Präsidenten des 23. Bremer Behindertenparlaments

Uwe Lange verabschiedet die Behindertenparlamentarier und die Gäste des 23. Bremer Behindertenparlaments bis zum 26. Bremer Protesttag im Mai 2018.

 

Die Tagesordnung und die in diesem Jahr eingegangenen Beschlussvorlagen können hier bereits eingesehen werden:

Tagesordnung Behindertenparlament am 28 November 2017

23-01 Beschlussvorschlag Belange Behinderter im Gesundheitswesen berücksichtigen

23-02 Beschlussvorschlag Hilfsmittel

23-03 Beschlussvorschlag-Beipackzettel-bitte verständlich

23-04 Beschlussvorschlag EXPA- Inklusion von Menschen mit psychosizialen Gesundheitsproblemen

23-05 Schwerbehindertenausweis umbenennen

23-06 Beschlussvorschlag Peer Counseling

23-07 Beschlussvorschlag Wahlrecht für Alle

23-08 Bezahlbarer Wohnraum

23-09 Beschlussvorschlag Psychiatriekritische Gruppe – Arbeitsmöglichkeiten

23-10 Beschlussvorschlag Psychiatriekritische Gruppe – Zustände in der Psychiatrie

 


Am 07. November 2017 von Gerald Wagner

23. Bremer Behindertenparlament am 28.11.2017 in der Bremischen Bürgerschaft

Anlässlich des Welttags für die Rechte behinderter Menschen führt der Arbeitskreis Bremer Protest in diesem Jahr das 23. „Bremer Behindertenparlament“ durch. Der „Welttag“ ist in diesem Jahr ein Sonntag, und weil in der ersten Dezemberwoche die Bremische Bürgerschaft tagt, findet das Behindertenparlament bereits am Dienstag, 28. November 2017, von 10:00-14:00 Uhr, im Haus der Bremischen Bürgerschaft statt.

In diesem Jahr ist der Ablauf der Sitzung etwas anders als in den Vorjahren: Nach der Eröffnung durch das Präsidium des Behindertenparlaments und der Begrüßung durch den Bürgerschaftspräsidenten Christian Weber steht in diesem Jahr ein Schwerpunktthema im Mittelpunkt. Hier wird es um das Thema „Gesundheitliche Versorgung für behinderte Menschen im Land Bremen verbessern“ gehen. Barrierefreiheit in Arztpraxen, eine bessere Versorgung in Krankenhäusern, finanzielle Belastungen für Hilfsmittel und die Situation psychisch beeinträchtigter Menschen werden mit kompetenten Diskussionsteilnehmer*innen aus Politik und Gesundheitswesen diskutiert. Im Anschluss werden weitere Beschlussvorschläge beraten und abgestimmt. Hier die vorläufige Tagesordnung:

  1. Eröffnung durch den Präsidenten des 23. Bremer Behindertenparlaments
  2. Begrüßung durch Christian Weber (Präsident der Bremischen Bürgerschaft)
  3. Bessere gesundheitliche Versorgung für behinderte Menschen im Land Bremen (Referate, Diskussion, Beschlussfassungen)
  4. Weitere Beschlussvorschläge zu anderen Themen
  5. Akuelle Stunde
  6. Schlusswort

Wir danken ganz besonders wieder der Aktion Mensch für ihre finanzielle und ideelle Unterstützung!

Plakat BP 23Forderungen BP 23


Am 29. September 2017 von Gerald Wagner

Schwerbehindertenausweis umbenennen?

20170928_160821

Die Bremische Bürgerschaft hat in ihrer Aprilsitzung den Senat aufgefordert, sich mittels einer Bundesratsinitiative für eine Umbenennung einzusetzen. Verschiedene Impulse seit 2015 haben zu einer Debatte bzgl. einer möglichen Umbenennung des Schwerbehindertenausweis geführt. Angefangen hat alles mit einem Gespräch einer Klientin des Martinsclubs mit dem Büro des Landesbehindertenbeauftragten im Oktober 2015. Danach folgte eine Initiative im Bremer Behindertenparlament im Jahr 2016 sowie ein Dringlichkeitsantrag “Schwerbehindertenausweis umbenennen” der Fraktionen der FDP, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, SPD und CDU im Frühjahr 2017. Für mediale Aufmerksamkeit sorge auch eine Initiative von Schülerinnen und Schüler der Werkstufe am Schulzentrum Neustadt. Diese stellten die Frage: “Warum müssen wir einen Ausweis vorzeigen, der unser Schwächen beweist?”

Auf Einladung des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen und des Landesbehindertenbeauftragten fand am 28. September hierzu eine gemeinsame Anhörung am 28. September 2017 statt, um Wünsche und Forderungen der betroffenen Menschen zu berücksichtigen. Mehr als 50 Personen folgten der Einladung ins Haus der Bremischen Bürgerschaft. Darunter auch die Initiatoren der Umbenennung, eine Schulklasse aus der Bremer Neustadt.

In der Anhörung wurde die Initiative der Schulklasse ausdrücklich gewürdigt. Auch die LAGS Bremen hat sich darüber gefreut, dass die Schülerinnen und Schüler sich mit den Belangen behinderter Menschen und mit der Wirkung des Schwerbehindertenausweises in der Öffentlichkeit auseinandergesetzt haben. In der Diskussion wurde aber deutlich, dass der Umgang mit dem Schwerbehindertenausweis nicht das eigentliche Problem darstellt,  sondern die gesellschaftliche Akzeptanz von Menschen mit Behinderung und Beeinträchtigung weiterentwickelt werden muss. Dies sei das Entscheidende, und weniger die Bezeichnung des Ausweises. Zudem würde eine Namensänderung auch umfangreiche weitere Folgen nach sich ziehen, beispielsweise müssten dann Nachteilsausgleiche neu definiert werden. Auch die Gefahr einer Beliebigkeit wurde gesehen, sollte eine Umbenennung in “Teilhabepass” erfolgen. Dieter Stegmann für die LAGS und die Mehrheit der Anwesenden, auch der ehemalige Sozialstaasrat Horst Frehe, vertraten die Ansicht, dass eine Änderung unbedingt im Zusammenhang mit der UN-Behindertenrechtskonvention betrachtet werden müsse. Daher erachtet die LAGS eine Änderung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht als notwendig. Diese Haltungen werden der Bremischen Bürgerschaft in einem bericht mitgeteilt.


Am 25. September 2017 von Gerald Wagner

23. Bremer Behindertenparlament hat den Schwerpunkt “Gesundheitsförderung”

Anlässlich des Welttags für die Rechte behinderter Menschen führt der Arbeitskreis Bremer Protest in diesem Jahr bereits das 23. „Bremer Behindertenparlament“ durch. Der „Welttag“ ist in diesem Jahr ein Sonntag, und weil in der ersten Dezemberwoche die Bremische Bürgerschaft tagt, findet das Behindertenparlament bereits statt

am       Dienstag, 28. November 2017,
von      10:00-14:00 Uhr,
im        Haus der Bremischen Bürgerschaft.

In diesem Jahr möchte der AK Protest den Ablauf der Sitzung etwas anders gestalten. Nach der Eröffnung durch das Präsidium des Behindertenparlaments und der Begrüßung durch den Bürgerschaftspräsidenten Christian Weber steht in diesem Jahr ein Schwerpunktthema im Mittelpunkt. Hier wird es um das Thema „Gesundheitliche Versorgung für behinderte Menschen im Land Bremen verbessern“ gehen. Barrierefreiheit in Arztpraxen, eine bessere Versorgung in Krankenhäusern, finanzielle Belastungen für Hilfsmittel und – als eigener Punkt – die Situation psychisch beeinträchtigter Menschen werden mit kompetenten Referent*innen u. a. zur Sprache kommen. Im Anschluss werden weitere Beschlussvorschläge beraten und abgestimmt. Hier die vorläufige Tagesordnung:

  1. Eröffnung durch den Präsidenten des 23. Bremer Behindertenparlament
  2. Begrüßung durch Christian Weber (Präsident der Bremischen Bürgerschaft)
  3. Bessere gesundheitliche Versorgung für behinderte Menschen im Land Bremen
    3.1 Referate zum Schwerpunkt
    3.2       Aussprache
    3.3       Beschlussfassungen zum Schwerpunkt
  4. Situation der Versorgung psychisch beeinträchtigter Menschen
    Pause
  5. Weitere Beschlussvorschläge zu anderen Themen
  6. Offene Aussprache

Beschlussvorschläge sind bitte spätestens bis zum nächsten Treffen des AK Protest am 24.10.2017 an das Büro der LAGS zu senden (info@lags-bremen.de).

Eine offizielle Einladung mit der endgültigen Tagesordnung und weiteren Unterlagen werden wie gewohnt rechtzeitig verschickt.

 


Am 05. September 2017 von Gerald Wagner

Neuer LAG S-Vorstand hat sich konstituiert

Auf der Mitgliederversammlung am 22. Juni 2017 wurde Dieter Stegmann als 1. Vorsitzender der LAG S Bremen e. V. einstimmig wiedergewählt. Die weiteren Funktionen im Vorstand sowie die inhaltlichen Zuständigkeiten wurden in der konstituierenden Vorstandssitzung am 5. September 2017 neu zugeordnet. Patrick George (Landesverband der Gehörlosen) wurde als 2. Vorsitzender bestätigt. Zum neuen Rechnungsführer wurde Hans-Peter Keck (Lebenshilfe) gewählt. Neuer Schriftführer ist Uwe Bartuschat (Lebenshilfe).

Die einzelnen Vorstandsmitglieder betreuen für die neue dreijährige Wahlperiode folgende Aufgabenschwerpunkte:

Dieter Stegmann (1. Vorsitzender): Bauen, Wohnen, ÖPNV
Partrick George (2. Vorsitzender): Hörgeschädigte, berufliche Integration und berufliche Betreuung Behinderter
Hans-Peter Keck (Rechnungsführer): Finanzen, Betreuungsrecht
Uwe Bartuschat (Schriftführer): Menschen mit geistiger Behinderung
Lydia Stegmann: Frauen und Behinderung
Jürgen Karbe: Blinde und Sehbehinderte
Jürgen Lohse: Kinder und Jugendliche mit Behinderung


« Ältere Einträge |