Am 17.5.2018 fand die erste Stadtteilsprechstunde der LAG Selbsthilfe im Quartierstreff in Bremer Ortsteil Blumenthal statt. Hier wurde wieder einmal deutlich, dass in der Beratung vor allem das Zuhören sehr wichtig ist.

In einem Gespräch ging es darum, dass Teilhabe ganz viel mit guter ärztlicher Versorgung zu tun hat. Und da sieht es in Blumenthal nicht gut aus – zumindest ist das die Erfahrung und die subjektive Wahrnehmung vieler Menschen mit Beeinträchtigung vor Ort. Die Zahl der Praktischen Ärzte und der Fachärzte in Blumenthal wird aus Sicht von Betroffenen immer geringer, die Wege zum Arzt werden weiter, einen Termin zu bekommen ist schwierig. Und wenn denn ein Arzt gefunden wurde, ist die Praxis oft nicht barrierefrei. Die LAGS und der Arbeitskreis Bremer Protest sind an diesem Thema schon lange „dran“, und gemeinsam mit den Akteuren aus dem Arztwesen, der (Stadtteil-)Politik und den Betroffenen vor Ort wollen wir uns darum kümmern.

Im zweiten Fall geht es um das ebenfalls alt bekannte Thema der geringen Löhne für die Beschäftigten in einer Werkstatt für behinderte Menschen, besonders, wenn sie in einer stationären Wohnform leben.  Aber etwas zusätzlich verdienen ist schwierig. Auch ein Außen-Arbeitsplatz der Werkstatt würde keine Verbesserung bedeuten. Aber vielleicht das Budget für Arbeit, das mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) eingeführt wurde? Genau dieser Fragen werden wir nachgehen – im Interesse dieses jungen Ratsuchenden und aller anderen Menschen mit Beeinträchtigung, die eine besser bezahlte Teilhabe am Arbeitsleben wünschen.